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Naturstein - ein natürlicher Baustoff mit edlen Reizen 

 

Von der Entstehung bis zum Abbau

Naturstein ist ein faszinierender Baustoff, der durch seine Schönheit, Vielfalt und Widerstandsfähigkeit besticht. In allen Bereichen des Bauwesens begegnet man Naturstein:
Im Haus (z.B. Küche, Bad, Treppen), am Haus (Dach, Fassade), ums Haus herum (Garten, Terrasse, Pflaster, Mauern); aber auch in anderen Bereichen findet man den edlen Werkstoff wieder, z.B. als Grabstein oder Grabumrandung.
Doch was ist eigentlich Naturstein und wofür kann welcher Naturstein verwendet werden? 
Natursteine sind, wie es der Name schon sagt, natürlich gewachsene Steine.
Natursteine bestehen aus einem Mineralgemenge, das entweder verwachsen ist oder durch eine Grundmasse oder ein Bindemittel zusammengehalten wird. Die Anteile und ihre Anordnungen ergeben die physikalischen Eigenschaften der Natursteine.
 
Die wichtigsten Mineralien, die in ihrer jeweiligen Zusammensetzung einen Naturstein charakterisieren, sind:
- Quarz: ein wertvolles farbloses bis weißliches Mineral; sehr hart und wetterbeständig
- Hornblende: ebenfalls sehr hart und wetterbeständig; Farbe dunkelgrün bis schwarz
- Feldspat: wetterbeständig, aber mit geringer Härte, Färbung von weiß über gelb bis rotbraun 
- Kalkspat: farbloses bis weißliches Mineral, nur bedingt wetterbeständig und weder säure- noch feuerbeständig
- Glimmer: in Blättchen spaltbares und wenig wetterbeständiges, farblos bis schwarzes Mineral, das bei
schichtförmiger Einlagerung die Steinspaltung begünstigt.
 

 

Natursteine werden grob nach den 3 Arten ihrer Entstehung unterteilt:
 
Erstarrungsgesteine (Magmatite) 
Sie werden nach ihrem chemischen Aufbau, ihrem Entstehungsort oder ihrem geologischen Alter unterschieden. Alle sind durch Erstarrung von Magmaschmelzflüssen entstanden und durch ihren chemischen Aufbau extrem hart. Man unterscheidet:
 
Tiefengesteine, die langsam im Erdinneren unter Druck erkalten und deshalb grob kristallin und grobkörnig sind; die wohl bekanntesten und wichtigsten Tiefengesteine sind der Granit und der Gabbro, dessen Hauptbestandteile Quarz, Feldspat Glimmer und Hornblende sind.
Ergussgesteine, die durch das schnelle Abkühlen der flüssigen Magma und ohne hohen Temperaturen und Drücke  entstehen. Entweder erstarrt die Magma schon im Vulkanschaft oder sie dringt als Lava an die Oberfläche und erstarrt dort zu einer schwarzen Masse. Durch die hohe Erstarrungsgeschwindigkeit können die einzelnen Kristalle kein festes Gitter untereinander aufbauen. Ein bekannter Vertreter dieser Gesteinsgruppe ist z.B. der Basalt, der daher sehr dunkel und feinkörnig ist.
 
Ablagerungsgesteine (Sedimente)
Darunter versteht man die schichtweise Ablagerungen verwitterten und durch Wind, Wasser und Eis abtransportierten Gesteins. Diese fortw„hrende Gesteinszerst”rung und -ablagerung nennt man Sedimentation. Je weiter die Partikel transportiert wurden, desto feink”rniger sind dabei die Sedimente. Zementiert werden diese durch mitabgelagerte oder eingedrungene Bindemittel wie Kalk, Ton, Lehm, Mergel oder Kiesels„ure.
Man unterscheidet:
- Tongesteine
- Sandgestein
- Kalkstein (relativ weich - nicht zu verwechseln mit Marmor)
 
Umwandlungsgesteine (Metamorphite)
Erstarrungsgestein und Ablagerungsgestein kann sich im Laufe der Zeit in ihrem Mineralbestand und Gefüge verändern. Diese Umwandlung kann zwei Ursachen haben. Wenn sich die Magma aus dem Erdinneren einen Weg durch die Erdkruste aufbricht, wirken hohe Drücke und Temperaturen auf das Nachbargestein dieser Erdspalte ein. Nach langer Zeit führt das dann zu einer Umwandlung dieses Gesteins. 
Außerdem können durch Bewegungen in der Erdkruste Erdumlagerungen entstehen. Die dabei wirkenden Drücke und Temperaturen führen ebenfalls zu der Umwandlung des sich in der Nähe befindlichen Gesteins.
Beispiele hierzu sind:
- Tongesteine werden somit umgewandelt zu Schiefer
- Sandsteine werden umgewandelt zu Quarzsandstein
- Kalksteine werden umgewandelt zu Marmor
- Granite werden umgewandelt zu Gneis
 
 

Die Verwendung von Naturstein

Für den praktischen Bereich wird  meist ganz einfach unterschieden zwischen Hartgestein und Weichgestein. Dies bezieht sich auf die Widerstandsfähigkeit und die Möglichkeiten der Bearbeitung der Gesteine. Jene spielen nämlich bei der Auswahl für bauliche Vorhaben eine entscheidende Rolle.  Je nach Entstehungsart weist ein Naturstein verschiedene physikalische (z.B. Kapillarität, mechanische Belastbarkeit) und chemische Eigenschaften (z.B. Verfärbungen, Reaktion mit Säuren und Basen) auf. Deshalb kann sich auch die Eignung für bestimmte Verwendungen, die Verlegung und die Pflege der Natursteinarten unterscheiden.
Für die Auswahl eines geeigneten Natursteines für eine bestimmte Anwendung werden u.a. folgende technischen Werte verwendet, welche mit genormten Prüfverfahren ermittelt werden:
 
- Die Frostbeständigkeit wird nach DIN 52104 ermittelt. 
Dieser Wert ist zusammen mit der Art der Unterkonstruktion und der Fleckempfindlichkeit für die Eignung von Materialien im Außenbereich maßgeblich.
 
- Die Wasseraufnahme wird nach DIN 52103 ermittelt. 
Eine geringe Wasseraufnahmefähigkeit wirkt sich positiv auf die Fleckempfindlichkeit und Frostbeständigkeit des  Materials aus. 
 
- Die Druckfestigkeit wird nach DIN 51105 ermittelt. 
Dieser Wert ist zur Beurteilung der mechanischen Belastbarkeit notwendig.
 
- Die Biegezugfestigkeit wird nach DIN 52112 ermittelt.
Dieser Wert ist insbesondere relevant für die Beurteilung der Statik freitragender Konstruktionen bei längeren Werkstücken, z.B. bei Treppen, Arbeitsplatten, usw.
 
- Die Abriebfestigkeit wird nach DIN 52108 ermittelt.
Vorwiegend für stark frequentierte Bereiche ist dieser Wert von Bedeutung.
 
 
  
Gesteinstypen und ihre Eigenschaften:
 
Wir unterscheiden 4 Gesteinsarten:
 
ø Tiefengestein - z.B. Granit, Foyait, Syenit, Diorit, Gabbro
 
ø Ergussgestein - z.B. Porphyr oder Basalt
 
ø Sedimentgestein - z.B. Kalkstein oder Sandstein
 
ø Metamorphe Gesteine - z.B. Serpentinit, Marmor, Paragneis, Orthogneis, Migmatit 

 

 

Granit ist hart, recht witterungsbeständig und daher auch sehr beanspruchbar; es lässt sich zwar schwer bearbeiten, dafür aber gut polieren. Die Farbpallette dieses Gesteins reicht von Weiß über zahlreiche Gelb-, Rot- und Blautöne bis hin zu Hell- und dunkelgrau.

Granit ist das wichtigste Material für Pflastersteine, aber auch Treppen und Arbeitsplatten geben ein gutes Bild ab. 
 
Syenit kann man als quarzarmen oder auch quarzfreien Granit bezeichnen. Da diese weißlich-milchig grauen Mineralbestandteile in den anderen Gesteinsgruppen fast immer vorkommen, ist Syenit von den anderen leichter zu unterscheiden. Besonders bei den Labradoriten fallen die schillernden Feldspate ins Auge, welche bei anderen Typen weniger auffallen.
Von den Eigenschaften ist das Gestein ähnlich wie Granit; es ist hart und witterungsbeständig und somit auch für den Außenbereich geeignet. In stark frequentierten Bereichen kann es jedoch zu schnellerem Oberflächenverschleiß kommen.
 

Diorit hat eine dem Granit ähnliche Gefügestruktur, ist jedoch meist feinkörniger. 

Die Farbe ist meist dunkelgrau bis dunkelgrün. Auch Diorit kann , mit leichten Einschränkungen, ähnlich wie Granit verwendet werden.
 
Basalt ist ein vulkanisches Ergussgestein. Die Farbpallette reicht von schwarz bis hin zu einem bläulichen oder violetten Einschlag. Das Gestein ist dicht, homogen, sehr feinkörnig und schwer zu bearbeiten. Häufige Verwendung im Baubereich für Basalt ist beispielsweise der Einsatz von Schotter. Aber auch für den Innenbereich ist dieses Material geeignet.

Porphyr ist ein dauerhaftes, zähes Gestein, bei dem allerdings nicht alle Sorten gute Frosthärte aufweisen. Die Farbe ist bräunlich bis rostrot sowie rosa bis dunkelviolett.
 
Sandstein ist relativ weit verbreitet, wobei als Sandstein nur diejenigen Gesteine bezeichnet werden, die fast ausschließlich aus Quarz bestehen. Die meisten Sandsteine sind leicht zu bearbeiten, aber nicht alle sind  beständig. Das Farbspektrum reicht von weiß/grau/beige bis hin zu rot oder grün. Es ist vielseitig verwendbar, z.B. im Garten- und Landschaftsbau für Einfassungen Mauersteine und Figuren.  
 

Kalkstein ist wenig witterungsbeständig, jedoch leicht zu bearbeiten und zu polieren. Das Farbspektrum ist sehr umfangreich - von schwarz über rot bis braun und gelb. 
Trotz geringerer Beständigkeit wird Kalkstein  gerne im Innen- und Außenbereich verwendet, z.B. für Trockenmauern, Bodenplatten oder Steingärten. 
 
Marmor ist ein seit Jahrtausenden eingesetzter Baustein. Man findet ihn häufig in Hotels als Bodenbelag, aber auch im privaten Wohnbereich wird er gerne in Verbindung mit Fußbodenheizung eingesetzt, da er ein hervorragendes Speichermedium für Wärme darstellt. Marmor gibt es in den verschiedensten Farbtönen ; von reinweiß über alle möglichen Farbtöne bis hin zu fast schwarz.
Er ist leicht zu bearbeiten und lässt sich gut polieren, da er nicht besonders                                                     hart ist. 
 
 
Schiefer ist entstanden aus Tongesteinen, die besonders viele Glimmerminerale bilden konnten. Diese begünstigen die Typische Schieferung und den meist silbrigen Glanz. 
Schiefer gibt es in den Farben anthrazit / grausilbrig, aber auch mit teilweise bläulichen, grünlichen oder gar rötlichen Farbnuancen.
Nicht nur zum Eindecken von Dächern und Verkleiden von Fassaden ist Schiefer typisch; dieses wetterbeständige Gestein ist ebenfalls bestens geeignet für Treppenstufen und Terrassenplatten.

Orthogneis entstand durch die Umwandlung von Granit oder anderem Tiefengestein.
Orthogneise sind den Graniten sehr ähnlich. Das Farbspektrum reicht von grau / grün-grau bis rötlich / gelb-grau.
Die Verwendung des Gesteins ist der des Granites beinahe gleich.
 
Paragneis ist entstanden durch ehemahlige Ton- und Sandgesteine, bei denen sich infolge von stärkerer Metamorphose Feldspate, Glimmer und Quarz bildeten. 
Durch den Glimmeranteil lässt sich meist eine leichte Schieferstruktur erkennen - in Härte und Beständigkeit jedoch gleich der Paragneis dem Granitgestein. 
Farblich weist er überwiegend Grauschattierungen sowie anthrazit- und schwarz-weiß - Töne auf.

 

Jedoch beachten Sie bei der Auswahl Ihres Materiales stets, dass Naturstein ein NATURprodukt ist, das in Farbe, Struktur und Textur unterschiedlich ausfallen kann.

Muster, Bilder und Beschreibungen geben also nur den Character des Gesteins wieder. Somit können sich durchaus Unterschiede gegenüber dem eigentlichen Muster ergeben.

 
Diese Abweichungen stellen in der Regel keinen Grund für Reklamationen dar. Allerdings kann man dem vorbeugen, indem man beim Fachhändler sich vor Zuschnitt die gewünschte Rohplatte ansieht und reserviert.

 

 Gewinnung von Naturstein

 

           

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Die Gewinnung von Naturstein in Steinbrüchen erfolgt heute meist mittels Seilsägen und Schrämen; nur noch selten mit explosivemn Sprengstoffen. Die oft großen und unförmigen Steinblöcke können mit Steinspaltwerkzeugen auf die entsprechenden Größen formatiert und anschließend mit Radladern oder Gittermastkranen transportiert und mit LKWs zu steinverarbeitenden Betrieben befördert.  

Dort werden Rohblöcke von Gittersägen / Blockkreissägen in Platten gewünschter Stärke aufgesägt. Anschließend folgt eine Oberflächenbearbeitung in automatisierten Fertigungsstraßen - meist in geschliffener oder polierter Ausführung.

 

Unmaß - Rohplatte - aus diesen Tafeln entsteht Ihr Zuschnitt

 

Wöhler Natursteine - Zuschnitte - Verlegung - Marmor - Granit - Schiefer - Quarzit - Schützenstr. 3, 53721 Siegburg
Tel. 02241 - 381077 / info@natursteinwoehler.de